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| Landes-Info Die Kelten wichtige Daten Die große Hungersnot |
Die
grosse Hungersnot in Irland 1845 In der Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte in Irland Hungersnot. Die Industrien im Süden des Landes, Woll- Glas- und Brauereiindustrie, war von den Engländern größtenteils vernichtet worden. Die Mehrheit der Bevölkerung, ca. 2/3 war von der Landwirtschaft abhängig. Lebten um 1800 noch ca. 5 Mio. Menschen auf der Insel, waren es in der Mitte des 19. Jahrhunderts ca. 8,5 Mio. Dadurch wurde der Boden noch mehr parzelliert, und musste unter immer mehr Menschen aufgeteilt werden. Die Bauern mussten außerdem den größten Teil ihrer Ernte an die Landherren und die Church of Ireland abgeben. Was ihnen blieb war der Anbau von Kartoffeln. Als zwischen 1845 und 1851 die Kartoffelernten im ganzen Land von der Braunfäule befallen wurden, kam es zur Katastrophe. Schätzungsweise 1.5 Mio. Iren verhungerten. Ungefähr genauso viele emigrierten, hauptsächlich in die Vereinigten Staaten. Auch in den folgenden Jahrzehnten wanderten noch einmal 3 Mio. Iren in die USA aus. Irland verlor so die Hälfte seiner Einwohner. "The
Great Famine" war ein Ereignis von kolossaler Bedeutung und zeigte
vielschichtige politische und soziale Konsequenzen.
Die Katastrophe war der Auftakt zum langsamen Sterben des irischen Westens, das auch die gälische Sprache berührte. War das Gälische bis dahin eine lebendige Sprache gewesen, die vorwiegend von der verarmten Landbevölkerung gesprochen wurde, so existierte es fortan, aufgrund des Massensterbens und der Emigration, nur noch als institutionalisierte Sprache, die an den Schulen einer zunehmend urbanisierten Gesellschaft gelehrt wurde. Die Katastrophe erhöhte drastisch die ökonomische Abhängigkeit Irlands vom britischen Nachbarn, wohin nun nicht nur Getreide und Vieh exportiert wurden, sondern auch jener Teil der Bevölkerung, den die Heimat nicht ernähren konnte. Die Folge war, dass in den Städten der Industrieregionen Schottlands und Nord-Englands große irische Communities entstanden. aus:
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